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EISENVATER – IV

7. Dez. 2011 | von
eisenvater-iv-cover-artwork

Band: EISENVATER
Album:
"IV"
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 47:16
Release Date: 15.5.2009
Label: unundeux/Cargo
Web: www.eisenvater.com
Bewertung: 6.5 / 10

  1. Botox
  2. Rücksicht
  3. Hunger
  4. ...und nie wieder geht die Sonne auf...
  5. Vater kommt!
  6. Biest
  7. Kaiman
  8. Brot brennt
  9. DingDong - die Hexe ist tot
  10. Holzbein

Die EISENVÄTER bieten auf ihrer vierten Veröffentlichung schrägen Rumpelrock für Liebhaber.

Etwas spärlich daher kommt EISENVATERs “IV”: Die vielversprechende Digipak-Hülle beinhaltet lediglich die CD und auf der Innenseite die Namen der Musiker. Auf der Rückseite steht die Tracklist. Hergestellt wurde sie von den Jungs der JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE, die kürzlich ihr eigenes Label unundeux gegründet haben.

Doch erwartet den Hörer hier nicht etwa Black Metal, wie es Song-Titel im Stile von EISREGEN vermuten lassen, die da heißen “Brot brennt”, “DingDong – die Hexe ist tot” oder “Holzbein”. Aus den Boxen dröhnt rumpeliger Rock, unaufgeräumt und irgendwie doch strukturiert. Die Songs sind absolut undurchschaubar, dazu auch streckenweise zu langatmig. Viel Text gibt es nicht, dafür lange Instrumentalteile. Vor allem “Vater kommt!” zieht sich mit seinen acht Minuten zu lange hin. Die Scheibe braucht auf jeden Fall ein paar Durchgänge, um sie zu verdauen.

Die Texte passen eher zum EISREGEN-Image, wenn auch etwas weichgespült. Markus E. Lipka hat ein sehr aggressives Organ und lädt damit nur selten zum Mitsingen ein. Die Hamburger lassen die Texte immer wieder in den Melodien verschwinden. So muss man auch im vocallastigen “Kaiman” genau hinhören, um etwas zu verstehen. Der Gesamteindruck lässt sich folgendermaßen beschreiben: Melancholische ONKELZ treffen auf Gesang à la DIE APOKALYPTISCHEN REITER und TROOPERS mit Texten von sanfteren EISREGEN.

Der Sound ist zwar nicht optimal, aber noch im grünen Bereich. Das Schlagzeug scheppert zu sehr und die Gitarren klingen leicht verzogen. Auch der Gesang kommt teilweise schief daher. Vor allem bei “Brot brennt” überschlägt sich alles, wird monoton und kommt als Soundbrei aus den Boxen. Das führt sich bis zum Ende von “Holzbein” fort: Skippt man zu irgendeiner Stelle – ein Außenstehender würde es nicht mitkriegen. Ansonsten sind die Songs sehr rhythmisch, variieren im Tempo aber nur selten. Die schrägen, langsamen Melodien sind nur was für Liebhaber. Alle anderen werden sich schnell langweilen. Vor allem das Ende ist schwach.


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