OCCULUS – Wahnsinn
13. Okt. 2011 | von Pia-Kim Schaper
Band: OCCULUS
Album: "Wahnsinn"
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 20:33
Release Date: 13.03.2010
Label: "Eigenproduktion"
Web: www.occulusmusic.blogspot.com/
Bewertung: 9 / 10
- Mensch/Maschine
- Der Pfad
- Im Zweifel
- Wahnsinn
- Linienwerk
“Texte sind doch nicht wichtig im Metal.” Dieser Ausspruch kommt über die Lippen eines manchen Fans. Für OCCULUS gilt das nicht. Die Texte auf ihrer EP “Wahnsinn” stecken voller Poesie. Basis für diese Lyrik sind Erfahrungen aus dem Leben. Dieser Umstand ist zwar nichts besonderes, aber die Ausdrucksweise, derer sich OCCULUS bedienen, ist ungewöhnlich für Thrash Metal, denn hier wurde mit viel Liebe zum Detail gedichtet. Aber keine Angst: Das Quartett drückt sich keinesfalls geschwollen aus. Kostprobe gefällig?
Ich bin eine Menschmaschine
Ich weiß, dass ich funktioniere
Haut aus Stahl, Herz aus Stein
Das muss eine Maschine sein
Aber nicht nur lyrisch haben OCCULUS ordentlich was auf dem Kasten, auch die Musik braucht sich nicht zu verstecken. Der Sound ist räudig, das Tempo wechselt zwischen mittelschnellen Parts und rasanten Knüppelattacken und auch ein paar anständige Gitarrensoli werden dazwischen gestreut. Streckenweise fügen sich rhythmische Passagen nahtlos in die Musik ein. Jan-Georg Rosenboom ist zwar nicht der beste Sänger, aber zur Musik passt es wie Arsch auf Eimer.
Hier und da blitzt immer mal wieder Rock’n'Roll (vor allem bei “Mensch/Maschine”) durch, auch technisches, schnelles Gitarrenspiel (“Im Zweifel”) bauen OCCULUS in ihre Songs ein. Nicht mal vor mehrstimmigem Gesang (“Der Pfad”) und folkig angehauchten Riffs (“Linienwerk”) schrecken die Norddeutschen zurück. Die fünf Lieder des Debüts preschen unhaltbar nach vorne und werden ihre Schöpfer auch genau dort hinführen – vorausgesetzt, sie bleiben nicht auf diesem soliden Werk sitzen, sondern entwickeln sich weiter. Das Potenzial haben sie.












